Volvo Cars und die Salzgitter AG haben eine Closed-Loop-Partnerschaft ins Leben gerufen. Die Salzgitter-Gruppe beliefert bereits das Karosserieteilewerk von Volvo Cars in Olofström in Südschweden mit Flachstählen und nimmt nun erhebliche Mengen des Stahlschrotts aus dem Werk zurück.
Diesen Stahlschrott überführt der Hersteller in die Produktion der Salzgitter Flachstahl GmbH. Das Projekt mit dem Namen Scanloop ist ein Beispiel für die Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft, um Vorteile für Wirtschaft und Umwelt zu erzielen. Stahl- und Aluminiumabfälle aus dem Stanzprozess werden in verschiedene Materialströme getrennt und sortiert. Anschließend werden sie zu Würfeln gepresst, um das Transportvolumen zu reduzieren. Anstatt mit einem leeren Zug nach Salzgitter zurückzufahren, wird der Zug mit Stahlschrott beladen. Diesen schmilzt der Stahlhersteller ein und verarbeitet ihn zu hochwertigen Stahlsorten, sodass das Material im „geschlossenen Kreislauf” verbleibt. Der erste Zug mit 25 Schrottwaggons und einer Länge von 545 m kam unlängst am Bahnhof Beddingen an.
Ein Bestandteil ist hierbei die Nutzung des Schienengüterverkehrs: Dadurch konnten die Emissionen reduziert werden, was die Bedeutung der Schieneninfrastruktur in der EU für die Unterstützung zirkulärer Entwicklungen unterstreicht. Trotz der etwa 700 km langen Strecke, die der Zug in nur anderthalb Tagen zurückgelegt hat, entsteht so ein effizienter und emissionsarmer Materialkreislauf. Möglich wird dies auch durch interoperable Lokomotiven mit einer hohen Zuglast, und von klimaneutralem Strom für den Antrieb.

