Mit einer Laserschneidanlage der Baureihe MSF Pro hat die MFV Maschinenbau GmbH ihre Fertigung um einen weiteren Zuschnittprozess ergänzt. Die Anlage kombiniert Laserschneiden, Schweißnahtvorbereitung sowie Bohr- und Gewindebearbeitung und ist für großformatige Bauteile aus verschleißfesten Stählen ausgelegt.

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Die MFV Maschinenbau GmbH mit Sitz in Görlitz verarbeitet an zwei Standorten jährlich rund 2.000 t verschleißfester Stähle, insbesondere Hardox. Das Unternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und fertigt Bauteile sowie Schweißkonstruktionen für Kunden aus verschiedenen Industriebereichen in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen Ländern.
Nach Angaben des Stahlverarbeiters zählt neben der Eigenfertigungstiefe vor allem die Materialverfügbarkeit zu den wesentlichen Voraussetzungen für kurze Lieferzeiten. Im Lager hat das Unternehmen deshalb rund 1.000 t unterschiedlicher verschleißfester Bleche bevorratet. Dadurch ist MFV Maschinenbau in der Lage, auch größere Stückzahlen kurzfristig fertigen.
Laser ergänzt Autogen- und Plasmaschneiden
Bis zum Jahr 2023 erfolgte der Zuschnitt ausschließlich mithilfe von Autogen- und Plasmaschneiden. Im Zuge des Ausbaus eines weiteren Produktionsstandorts entschied sich das Unternehmen, die Fertigung um eine Laserschneidanlage zu ergänzen. „Wir haben uns bewusst für eine Laserschneidanlage entschieden, um die Vorteile der Genauigkeit, die Bauteilgrößen und die Schnittgeschwindigkeit noch besser auf die Bedarfe unserer Kunden anzupassen“, sagt Axel Jantke, Geschäftsführer von MFV Maschinenbau.

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Der Stahlverarbeiter entschied sich deshalb für eine Laserschneidanlage der Baureihe MSF Pro von Microstep. Sie verfügt über einen Wechseltisch mit einer Bearbeitungsfläche von 9.000 × 2.500 mm und ist mit einer 20-kW-Faserlaserquelle von IPG ausgestattet. Der Bearbeitungsbereich umfasst Materialstärken von 2 bis 40 mm.
Zur Ausstattung gehören ein 3D-Schneidkopf für die Schweißnahtvorbereitung, ein automatischer 8-fach-Düsenwechsler sowie eine integrierte Bohreinheit mit 21 kW Leistung. Diese ermöglicht Bohrungen bis 30 mm Durchmesser in Materialstärken bis 25 mm sowie Gewindeschneiden bis M20. Ein automatischer 6-fach-Werkzeugwechsler übernimmt den Werkzeugwechsel. Ergänzt wird das System durch eine Mischgaskonsole von Hoerbiger, die den Zuschnitt auch größerer Materialstärken wirtschaftlicher macht.
Zur Ausstattung gehört außerdem die automatische Kalibriereinheit ACTG. Sie erkennt mechanische Veränderungen am Schneidsupport und kompensiert mögliche Abweichungen der Schneidkopfposition automatisch. Dadurch kann nach einer Kollision des Schneidkopfs mit dem Werkstück der Maschinenbediener seine Bearbeitung ohne erneute manuelle Kalibrierung fortsetzen.

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Höhere Flexibilität im Fertigungsablauf
Nach Angaben von MFV Maschinenbau werden auf der Anlage Losgrößen zwischen einem und 1.000 Bauteilen gefertigt. Durch das große Bearbeitungsformat lässt sich nach den Worten des Geschäftsführers der Materialverschnitt reduzieren. Gleichzeitig ermöglicht die Kombination aus Laserschneiden, Fasen, Bohren und Gewindeschneiden die Zusammenführung mehrerer Bearbeitungsschritte in einer Aufspannung. Dies verkürzt Durchlaufzeiten und reduziert nachgelagerte Bearbeitungsschritte.
Neben der technischen Ausstattung spielte auch die Projektabwicklung eine Rolle bei der Investitionsentscheidung, wie Microstep berichtet. Von der Planung bis zur Inbetriebnahme sei die Anlage planmäßig umgesetzt worden. Aufgrund der räumlichen Nähe zum deutschen Servicezentrum in Berlin können Serviceeinsätze kurzfristig erfolgen.
Mit der Investition hat die MFV Maschinenbau GmbH ihre Möglichkeiten im Zuschnitt großformatiger Bauteile erweitert. Die Kombination aus Laserschneiden, Schweißnahtvorbereitung sowie Bohr- und Gewindebearbeitung ermöglicht eine weitgehende Komplettbearbeitung bereits im Zuschnitt und ergänzt die bestehenden Autogen- und Plasmaschneidanlagen um ein weiteres Fertigungsverfahren.
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