Blechbearbeitung im Wandel

Neuheiten und Entwicklungen rund um die Prozesskette Blech gibt es in acht Messehallen auf der Euroblech zu sehen. © RX
Neuheiten und Entwicklungen rund um die Prozesskette Blech gibt es in acht Messehallen auf der Euroblech zu sehen. © RX

Acht Hallen, eine Prozesskette: Vom 20. bis 23. Oktober zeigt die 28. Ausgabe der Euroblech in Hannover alle Entwicklungen rund um die Blechbearbeitung. Ergänzt hat der Veranstalter RX die Ausstellung durch neue Sonderbereiche, Themenrundgänge und ein Konferenzprogramm.

Vom Maschinenbau und der Automatisierung über Werkzeug-, Umform-, Füge- und Oberflächentechnik bis zu digitaler Produktion und Lohnfertigung umfasst die Euroblech 2026 insgesamt 15 Bereiche. Internationale Hersteller und Spezialanbieter präsentieren Maschinen, Anlagen, Komponenten und Dienstleistungen sowie aktuelle technische Entwicklungen. Maschinenvorführungen sollen Fachbesuchern ermöglichen, unterschiedliche Fertigungskonzepte im Betrieb zu vergleichen.

Zu den angekündigten Ausstellern zählen Adige, Aida, Amada, ArcelorMittal, Bodor, Bystronic, Eagle, Ermaksan, LVD, Motofil, MVD, Prima Power, Salvagnini, Trumpf, Valk Welding, Voortman und Yamazaki Mazak. Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe hatten sich 985 Unternehmen angemeldet.

Zehntausende Besucher in Hannover

Die vorherige Veranstaltung im Jahr 2024 verzeichnete nach Angaben des Organisators 1.317 Aussteller und 38.946 Besucher aus 114 Ländern. 81 % der Besucher waren demnach an Kaufentscheidungen beteiligt.

Die Messe steht 2026 unter dem Motto „Für eine stärkere Zukunft – smarte und nachhaltige Produktion“. Dabei geht es unter anderem um höhere Produktivität, einen geringeren Ressourcenverbrauch, widerstandsfähigere Lieferketten und die Bewertung von Investitionen in neue Fertigungstechniken.

„Fertigungsbetriebe haben heute mehr Optionen denn je. Schwieriger ist die Frage, welche davon im eigenen Betrieb den größten Nutzen stiftet“, sagt Evelyn Warwick, Event Director der Euroblech bei RX. Die Messe solle deshalb die Möglichkeit bieten, Technologien im Einsatz zu sehen, unterschiedliche Ansätze zu vergleichen und deren Eignung für die eigene Produktion einzuschätzen.

Mit neuen Formaten strukturiert die Messe ihr Angebot stärker nach Verfahren und Anwendungsfeldern. Die „Innovation Zone | Advanced Manufacturing“ bündelt ausgewählte Marktneuheiten aus den zwölf Monaten vor der Veranstaltung. Das Spektrum reicht von Maschinen und Automatisierung über smarte Fertigung und Werkzeugtechnik bis zur digitalen Produktion.

Hinzu kommen drei Sonderbereiche. Ein Marktplatz für Lohnfertiger und Zulieferer konzentriert sich auf die Auftragsfertigung. Das „Tooling & Forming Solutions Spotlight“ behandelt Werkzeug- und Umformtechnik, während das „Laser, CNC & Cutting Solutions Spotlight“ Anwendungen aus der Laser-, CNC- und Schneidtechnik zusammenführt.

Themenrundgänge zu Fertigung und Absatzmärkten

Auch die geführten Messerundgänge hat der Veranstalter erweitert. Im Jahr 2026 stehen zwei neue Schwerpunkte zur Auswahl: „Smarte Fertigung und ressourceneffiziente Produktion“ sowie „Marktchancen in Lüftungs- und Klimatechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung“. Die geführten Rundgänge können Besucher über den Online-Ticketshop buchen.

Eine neu aufgelegte Besucher-App unterstützt bei der Planung von Routen und hilft, Aussteller für den Messebesuch vorzumerken. Nach Angaben von Warwick sollen Sonderbereiche, Themenrundgänge, Fachvorträge und digitale Planungshilfen insbesondere die Orientierung und den Vergleich unterschiedlicher Anwendungen erleichtern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das neue Konferenzprogramm auf der „Nextgen Technology Stage“ in Halle 27. Der Zugang zu den Vorträgen ist im Messeticket enthalten. Zu den Themen gehören künstliche Intelligenz, Automatisierung und smarte Fertigung ebenso wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Fachkräftesicherung. Im Mittelpunkt stehen dabei auch Fragen nach dem wirtschaftlichen Nutzen smarter Produktionskonzepte, bereits einsetzbaren KI-Anwendungen, Möglichkeiten zur Verringerung des Ressourcen- und Energieeinsatzes sowie veränderten Anforderungen von Kunden an ihre Ausrüster.

Zu den angekündigten Programmpunkten gehört „From Smart Factory Hype to Shopfloor Reality“. Der Vortrag soll untersuchen, in welchen Bereichen smarte Fertigung bereits einen messbaren Nutzen erzielt und wo Grenzen bestehen. „AI in Sheet Metal Production: What Works, What Doesn’t, What’s Next“ behandelt KI-Anwendungen und Hürden bei deren betrieblicher Umsetzung.

Mit den wirtschaftlichen Auswirkungen eines geringeren Energieverbrauchs beschäftigt sich „Energy Efficiency and the New Economics of Sheet Metal Production“. Der Programmpunkt „What Buyers Really Want from Sheet Metal Technology Suppliers“ wiederum thematisiert Anforderungen von Einkäufern an Maschinen, Software und Dienstleistungen.

Buyer Day für den industriellen Einkauf

Gemeinsam mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) veranstaltet die Euroblech am Donnerstag, 22. Oktober, einen „BME Buyer Day“ im Convention Center. Das Programm richtet sich an Beschäftigte im Einkauf und umfasst Vorträge und Paneldiskussionen.

Auf dem Programm stehen Einkaufskennzahlen, Lieferkettenmanagement, Entwicklungen auf dem Stahlmarkt, wirtschaftliche Sicherheit, der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus CBAM sowie KI-gestützte Produktkalkulation. Ergänzt wird das Programm durch Möglichkeiten zum fachlichen Austausch.

Am Freitag, 23. Oktober, findet ein Karrieretag statt. Studierende, Auszubildende und junge Fachkräfte erhalten an diesem Tag freien Eintritt. Das Angebot soll Kontakte zwischen Nachwuchskräften und Unternehmen ermöglichen und über berufliche Perspektiven in der Blechbearbeitungsbranche informieren.

Web:
www.euroblech.com

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