Rundes Jubiläum

Die Amada-Mitarbeiter in Haan freuen sich sehr über den Verkauf der 100. Ventis-3015AJ mit LBC © Amada
Die Amada-Mitarbeiter in Haan freuen sich sehr über den Verkauf der 100. Ventis-3015AJ mit LBC © Amada

Über den 100. Auftrag in Europa für eine Ventis-Faserlaserschneidmaschine mit LBC-Technologie (Locus Beam Control) konnten sich Ende letzten Jahres die Amada-Mitabeiter freuen.

In Kombination mit einem neuen 4-kW-Faserlasermodul mit herausragender Strahlqualität setzt die LBC-Technologie laut Amada „einen völlig neuen Weltstandard für das Laserschneiden“. © Amada
In Kombination mit einem neuen 4-kW-Faserlasermodul mit herausragender Strahlqualität setzt die LBC-Technologie laut Amada „einen völlig neuen Weltstandard für das Laserschneiden“.
© Amada

Die Lang Gerätetechnik GmbH bestellte die 100. Ventis, ergänzt durch eine Twin-Tower-Version des Amada-Automatisierungssystems ASF-EU. In nur zwei Jahren seit der Markteinführung der Ventis wurde dieser bemerkenswerte Meilenstein erreicht, was eine Bestätigung dafür ist, dass die LBC- Technologie für viele Kunden ausschlaggebend für eine wettbewerbsfähige Fertigung ist.

Die Ventis-3015AJ von Amada ist die erste Faserlaserschneidmaschine, die mit der eigens entwickelten LBC-Technologie ausgestattet ist, die gleichermaßen die Bearbeitungsqualität als auch die Produktivität steigert. In Kombination mit einem neuen 4-kW-Faserlasermodul mit herausragender Strahlqualität setzt die LBC-Technologie laut Amada „einen völlig neuen Weltstandard für das Laserschneiden“.

Die Lang Gerätetechnik GmbH mit Sitz in Roden-Ansbach wurde 1976 gegründet, beschäftigt 40 Mitarbeiter und ist ein allgemeiner Zulieferer für die Blechindustrie. Das Unternehmen wollte sich im Bereich Laserschneiden noch besser aufstellen und investierte in technologischen Fortschritt.

Lang hatte folgende Anforderungen, bevor es sich zum Kauf eines Ventis-Faserlasers von Amada entschied: deutliche Energieeinsparungen gegenüber CO2-Lasern, hohe Bearbeitungs-geschwindigkeit und Flexibiltät in Materialstärke und -arten (Kupfer und Messing). Vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu herkömmlichen 6-kW-Faserlasern überzeugte und die Vielseitigkeit in der Produktion, die die LBC-Technologie bietet. Auch die Schnittgeschwindigkeit und -qualität seien im Vergleich zu Maschinen mit höherer Leistung beeindruckend, bestätigen die Verantwortlichen von Lang.

Bei herkömmlichen Faserlaserschneidsystemen nimmt die Energiedichte mit zunehmender Materialstärke ab, dies führt zu einer Verlangsamung des Schneidprozesses und zu einem schlechteren Schnittbild. Der Einsatz der LBC-Technologie bietet dagegen eine flexible, an die jeweilige Anwendung abgestimmte Anpassung des Strahlmusters, wobei die hohe Effizienz und die Energiedichte vollständig erhalten bleiben. Kurz gesagt, die LBC-Technologie sorgt für die optimale Strahlpendelvariante und punktet so in Qualität und Geschwindigkeit.

Die LBC-Technologie (Locus Beam Control) ermöglicht es laut Amada, mit 4 kW genauso produktiv zu arbeiten wie mit einem herkömmlich 6-kW-Faserlaser und gleichzeitig – bei geringerem Energiebedarf – die Schnittqualität zu verbessern. © Amada
Die LBC-Technologie (Locus Beam Control) ermöglicht es laut Amada, mit 4 kW genauso produktiv zu arbeiten wie mit einem herkömmlich 6-kW-Faserlaser und gleichzeitig – bei geringerem Energiebedarf – die Schnittqualität zu verbessern.
© Amada

Um den Verlust an Energiedichte zu kompensieren, muss man bei herkömmlichen Faserlasersystem zu Strahlquellen mit höherer Ausgangsleistung greifen. Dadurch enstehen jedoch höhere Anschaffungskosten und ein höherer Stromverbrauch. Im Gegensatz dazu könne die Ventis mit ihrem speziell entwickelten 4-kW-Faserlaser mit nur einem Lasermodul und der LBC-Technologie die Stromkosten um 30 Prozent senken, verspricht Amada.

Die LBC-Technologie hat drei Hauptfunktionen: Produktivitätsmodus, Qualitätsmodus und Kerf Control Modus. Im Produktivitätsmodus kann der Anwender beim Schneiden mit Stickstoff eine deutliche Verbesserung der Ausbringungsmenge erzielen. Bei der Bearbeitung von Edelstahl ist die Ventis mit LBC-Technologie doppelt so schnell wie eine herkömmliche 4-kW-Faserlaserschneidanlage, bei Aluminium sogar 2- bis3-mal so schnell. Diese Leistungswerte in Verbindung mit dem geringeren Energieverbrauch können die Bearbeitungskosten bis zu 75 Prozent senken.

Der Qualitätsmodus kann die Oberflächenrauheit im Vergleich zu einer herkömmlichen Maschine um etwa 50 Prozent verbessern, während die Gratbildung auf weniger als 10 μm verringert wird. Jüngste Versuche bei Amada haben gezeigt, dass 15 mm Edelstahl nach dem Schneiden gratfrei ist. Somit kann auf das Entgraten verzichtet werden und die Bearbeitungskosten werden gesenkt. Selbst im Qualitätsmodus wird eine höhere Schneidgeschwindigkeit erreicht als bei einer herkömmlichen 4-kW-Faserlaserschneidmaschine.
Schließlich ermöglicht der Kerf-Control-Modus eine prozesssichere Bearbeitung im automatisierten Systembetrieb über einen längeren Zeitraum. Die Schnittfugenbreite kann je nach Materialstärke durch den Einsatz der LBC-Technologie bis auf das 2,3-fache der üblichen Breite erweitert werden.
Die Ventis hat einen enorm großen Standardlieferungsumfang, unter anderem das Schneiden mit nur einer Linse, einen automatischen 16-Stationen-Düsenwechsler, das Amada-Original „Water Assisted Cutting System“ (WACS) für optimales Schneiden von dickeren Blechen, ein X-Förderband und eine optimale Zugänglichkeit sowohl kopf- wie auch längsseitig.

Die Ventis ist in den Größen 3.000 x 1.500 und 4.000 x 2.000 mm erhältlich und überzeugt mit einer verbesserten AMNC-3i-Plus-Steuerung. Diese hat ein Selbstdiagnosesystem und einen Drehregler zur einfachen Vorschubanpassung, einer Schnittdatenbibliothek mit 10 Vorschubgeschwindigkeiten pro Material, die eine Zeitersparnis um 20 Prozent ermöglichen. Kleine komplexe Konturen und Ecken werden genauso sicher geschnitten wie große Geometrien bei maximaler Geschwindigkeit.
Der Ventis 4-kW-Faserlaser bearbeitet 25 mm Baustahl, 20 mm Edelstahl, 18 mm Aluminium, 10 mm Messing und 8 mm Kupfer.

Web:
www.amada.de