WSM will mehr lokale Käufe

Christian Vietmeyer, Hauptgeschäftsführer des WSM: „Local-Content-Reglements sichern Produktion und Wertschöpfung, Arbeit und Steueraufkommen für ein resilientes Europa.“ © WSM
Christian Vietmeyer, Hauptgeschäftsführer des WSM: „Local-Content-Reglements sichern Produktion und Wertschöpfung, Arbeit und Steueraufkommen für ein resilientes Europa.“ © WSM

Ein „Ja“ zum „Local Content“ kommt vom Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Der Verband, der sich stets für freien Handel eingesetzt hat, sieht angesichts internationaler Barrieren nur diesen Weg.

Ulrich Flatken, WSM-Präsident: „Es hat wenig Sinn, dass andere Wirtschaften von Subventionen profitieren, die hiesige Steuerzahler finanzieren. Die Mittel sollten der europäischen Wirtschaft zugutekommen.“ © WSM
Ulrich Flatken, WSM-Präsident: „Es hat wenig Sinn, dass andere Wirtschaften von Subventionen profitieren, die hiesige Steuerzahler finanzieren. Die Mittel sollten der europäischen Wirtschaft zugutekommen.“
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„Auf die gegen die Europäische Industrie gerichtete Handelspolitik aus den USA und China müssen wir angemessen reagieren: mit breiten europäischen Local Content Regelungen – auch für den privaten Beschaffungssektor. Sie sichern Produktion und Wertschöpfung, Arbeit und Steueraufkommen für ein resilientes Europa“, sagt WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer. Der Verband fordert in einer Mitteilung die Regierung auf, sich in Brüssel für ein Rahmenwerk im Sinne von „Buy European“ einzusetzen, das verbindlich, praxistauglich und strategisch ausgerichtet ist. Und die Fairness zurückbringt.

„Unser Wunsch erwächst nicht aus protektionistischen Zielen, sondern aus dem Realismus. Wir dürfen nicht naiv sein“, meint Vietmeyer. Der WSM sieht eine breite EU-Content-Vorgabe als einzige Möglichkeit, solange EU-Produzenten global deutlich schlechtere Wettbewerbsbedingungen haben.

Mit Blick auf Local Content fordert der WSM auch, Prämien ausschließlich für E-Autos aus europäischer Fertigung zu geben. „Es hat wenig Sinn, dass andere Wirtschaften von Subventionen profitieren, die hiesige Steuerzahler finanzieren. Die Mittel sollten der europäischen Wirtschaft zugutekommen“, sagt WSM-Präsident Ulrich Flatken.

Der WSM versteht die Bedenken gegenüber Local Content hinsichtlich Umsetzung und potenzieller Handelskonflikte. Für den Verband ist eine moderne Local-Content-Strategie aber kein Rückzug aus dem globalen Handel, sondern ein Mittel, um Marktverzerrungen entgegenzutreten und Innovationskraft in Europa zu halten. Der Ansatz sollte europäisch koordiniert und international eingebunden sein. Und dabei Liefer- und Wertschöpfungsketten schonen.

Web:
www.wsm-net.de

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