Neue Impulse für die Zukunft der Stanz- und Umformtechnik wird vom 16. bis 18. Juni die achte Ausgabe der Messe Stanztec bieten. Dazu lädt das Messeunternehmen P. E. Schall mit dem Ausstellerbeirat zur Fachmesse für Stanztechnik in das CCP Congress Centrum in Pforzheim ein.

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Der Expertentreff im „Stanzvalley“ gehört zu den wichtigsten Branchenveranstaltungen des Jahres, wie der Organisator mitteilt. Im Fokus stehen Fachkompetenz, Regionalität und Optimismus.
Die Stanztec schaut „optimistisch vorwärts“. So will es der Ausstellerbeirat, der die Wichtigkeit betont, besonders in wirtschaftlich turbulenten Zeiten auf Kurs in Richtung Zukunft zu bleiben. So wird die diesjährige Stanztec Wegmarken dafür setzen, die aktuellen Herausforderungen zu bestehen. Dazu gehören beispielsweise der Generationenwechsel, der Fachkräftemangel, gestörte Lieferketten und hohe Produktionskosten. Eine zunehmende Produkt-Individualisierung mit kleinen und kleineren Losgrößen, komplexeren Teilegeometrien und zugleich steigende Anforderungen an Qualität, Präzision und Ressourcenschonung durch Vermeidung von Ausschuss sind weitere Themen für Unternehmen. Deshalb sind Produktionseffizienz und Wirtschaftlichkeit wichtiger denn je, um am Markt bestehen zu können.
Regionale Verbundenheit und Branchenpower
Für die Organisatoren der Stanztec und die Stanztechnik-Community im Nordschwarzwald rund um Pforzheim ist es von großer Bedeutung, die regionale Fachkompetenz zu präsentieren und die Standortsicherung mit wichtigen Arbeitsplätzen in den Fokus zu nehmen. Traditionell ist die Region um Pforzheim ein Zentrum der Stanz- und Umformtechnik. Die Unternehmen im „Stanzvalley“ treten als international agierende Interessengemeinschaft und zugleich regional organisierte Community auf.
Das CCP Congress Centrum in Pforzheim ist ein traditioneller und beliebter Austragungsort der Stanztec. Hier trifft die Branchenpower mit weltweit geschätzten High-Tech-Anwendungen auf regionale Verbundenheit. Fachbesucher aus aller Welt schätzen diese Messestimmung und die Konzentration an Stanztechnikspezialisten.

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Drei Messetage mit „brillant stamping technologies“
Die Ausstellungsfläche des Pforzheimer CCP ist auch in diesem Jahr mit rund 150 Ausstellerunternehmen wieder ausgebucht. Das kompakte Messeformat, der Austausch zwischen allen Branchenbeteiligten und die Präsentation auf höchstem Niveau machen die Stanztec zum Sommer-Highlight. Fachbesucher werden auf dieser Kommunikationsplattform Impulse für eine zukunftsfähige Stanz- und Umformtechnik erfahren. Es geht um Prozessverbesserung, Flexibilität und Ressourcenschonung ebenso wie um Multifunktionalität, prozessintegrierte Qualitätssicherung und einfache Bedienbarkeit.
Bruderer stellt neu entwickelte Steuerung vor
Bei den Ausstellerunternehmen will die Schweizer Bruderer AG am Stand C27 (Halle MSOG) ihre neue B3-Steuerung vorstellen. Eine verbesserte Prozesskontrolle und eine benutzerorientierte Bedienlogik ermöglichen eine einfachere, schnellere und prozesssichere Steuerung komplexer Anwendungen, wie der Maschinenbauer mitteilt. Dank offener Schnittstellen auf Basis von OPC UA lässt sich die B3 in moderne Produktionsumgebungen integrieren. Die Anbindung von Peripheriegeräten – auch von Drittanbietern – sowie der Datenaustausch mit Maschinen, Leitsystemen und IIoT-Anwendungen sind umgesetzt.
Die B3-Steuerung ist eine vollständige Neuentwicklung, in die die Erfahrung aus mehr als 5.000 installierten B- und B2-Systemen eingeflossen ist. Sie vereint Stanzautomat, Servovorschub BSV sowie weitere Systemkomponenten in einer Steuerungsplattform. Alle Funktionen – vom Vorschub über die Presse bis hin zur Peripherie – werden einheitlich über ein Bedienpanel gesteuert.
Ein 21“-Touchscreen ermöglicht den Zugriff, Oberfläche und Ansichten lassen sich individuell anpassen. Durch ihre modulare Architektur ist die B3 skalierbar – von einfachen Anwendungen bis hin zu komplexen Stanzprozessen. Ein rollenbasiertes Zugriffssystem mit definierten Benutzerrechten reduziert Bedienfehler und erhöht die Betriebssicherheit. Werkzeugzustand, Presskraft und Position werden zentral überwacht, während eine Hüllkurvenüberwachung Abweichungen im Prozess frühzeitig erkennt.

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Schlechtteile automatisch aussortieren
Auf der Blechexpo 2025 mit dem „Best-Award“ in der Kategorie Stanztechnik ausgezeichnet, bringt Kistler sein neues Inline Vision & Weld System mit Marking-on-the-Fly mit nach Pforzheim. Es prüft Stanzteile auf Maßhaltigkeit und Oberflächendefekte, trennt fehlerhafte Teile automatisch aus dem Stanzstreifen aus, schweißt diesen anschließend wieder zusammen und beschriftet die Stanzteile zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit. Die Integration all dieser Prozessschritte in ein durchgängiges System können die Stanztec-Besucher am Stand A48 (Halle GS) selbst in Augenschein nehmen.
Dank des Inline Vision & Weld Systems (IV&WS 512) von Kistler bleibt die Produktion im Fluss, selbst wenn ein Schlechtteil entdeckt wird. Möglich macht das die Kombination aus optischer Qualitätsprüfung mit Schnitt- und Laserschweißtechnik in einem System. Es trennt n.i.O.-Teile vollautomatisiert aus dem Stanzstreifen heraus und fügt ihn anschließend per Wobble-Laserschweißung von Nidec SYS wieder zusammen. So ist sichergestellt, dass sich nur i.O.-Teile auf der Stanzteilspule befinden.
Ebenfalls im Bereich Messtechnik rückt Keyence zwei Geräte in den Fokus seines Auftritt am Stand D04 (Halle KS). Das mobile 3D-Koordinatenmessgerät WM-6000 hat Keyence für großformatige und komplexe Werkstücke entwickelt. Es ermöglicht Messungen und Scans an der Produktionslinie ohne den Umweg über einen Messraum. Das System kombiniert eine intuitive Benutzerführung mit einer visuell unterstützten Software, wodurch Messprozesse vereinfacht und beschleunigt werden. Anwender können Maße, Formen und Abweichungen in Echtzeit erfassen und bewerten.
Der neue digitale Messprojektor IM-X dient zur Automatisierung und Vereinfachung von Qualitätsprüfprozessen bei gleichzeitig hoher Prozesssicherheit. Er ermöglicht eine weitgehend automatisierte Messprogrammerstellung durch den Import von Zeichnungen. Funktionen wie automatische Fokussierung, optimierte Beleuchtung und Kantenerkennung sorgen für stabile, reproduzierbare Messergebnisse – unabhängig vom Anwender. Die modulare IM-X Modellreihe bietet flexible Konfigurationen hinsichtlich Messtischgröße, Laseroptionen und Messkopf. Dadurch eignet sich das System sowohl für größere Bauteile als auch für Mehrfachmessungen in einem Durchgang.

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MES-System macht die Fabrik digital
Für die Digitalisierung präsentiert die Engineering Manufacturing Solutions seine MES-Software EMC am Stand A17 (Halle GS). Angefangen mit der Erfassung der Maschinendaten in Echtzeit, sammelt, strukturiert und sichert die Software diese Daten automatisch. Dabei ist es unerheblich, wie alt die Maschinen sind. Über Dashboards visualisieren Anwender live, was in ihrer Fertigung passiert: Auslastungen, Störungen, Energieverbräuche. Mit Analysen und Reports erkennen sie Potenziale, reagieren frühzeitig und treffen datenbasierte Entscheidungen.
Die Planung der Maschinenbelegung wird mit EMC gleichsam zur Navigations-App für die Fertigung: Ressourcen werden optimal verplant, Engpässe erkannt und ermöglichen ein schnelles Eingreifen, bevor es kritisch wird. Wichtige Informationen wie Rüstpläne, Stücklisten oder Prüfhinweise stehen digital auf MES-Terminals am Shopfloor bereit. Jeder Mitarbeiter erhält genau, was er braucht, um effizient arbeiten zu können.
Rückverfolgbarkeit wird mit EMC einfach umzusetzen. Jeder Schritt bis zum fertigen Produkt ist zu jeder Zeit nachvollziehbar und transparent. Auch Werkzeuge, ihre Module und Einsätze werden digital überwacht, wodurch Stillstandzeiten sinken und Kosten reduziert werden. Die digitale Instandhaltung der Maschinen sorgt für Verfügbarkeit, indem Wartungen automatisch terminiert und Zustandsdaten intelligent ausgewertet werden.
Neue Entwicklungen bei Werkstoffanbietern
Bei den Werkstoffanbietern will Manfred J.C. Niemann am Stand C21 (Halle MSOG) ein neues Servicekonzept für Spaltbänder aus Kupfer, Messing, Bronze oder Sonderlegierungen, blank oder veredelt, vorstellen. Das Bremer Unternehmen verfügt über ein Schneidcenter mit sieben Längsteilanlagen. Auch die Metallgroßhandlung Ferd. Haecker (Stand C07, Halle MSOG) hat in ein neues Schneidcenter investiert. Das Unternehmen kann jetzt Coils bis 5,5 t Gewicht und 1.500 mm Außendurchmesser verarbeiten. Möglich sind Schneidbreiten von 3 bis 400 mm und Dicken von 0,10 bis 3 mm. Seinen Kunden will das Unternehmen mehr Vielfalt an NE-Metallen bieten, einschließlich Hochleistungswerkstoffen. Zusätzliche Optionen gibt es auch bei der Oberflächenbeschichtung. Beim Neubau hat Haecker auf Energieeffizienz geachtet, er kommt ohne fossile Energieträger aus.
Das Umicore-Tochterunternehmen Agosi stellt am Stand C13 (Halle MSOG) die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt. Der Metallhändler hat es geschafft, von 2019 bis 2024 seine CO2-Emissionen fast zu halbieren. Mit seinem „Let’s go for zero“-ESG-Ansatz hat Umicore Industriestandards für Nachhaltigkeit vorangetrieben, wodurch bis zum Jahr 2035 Netto-Null-Treibhausgasemissionen erreicht werden sollen.
Um Besuchern die Anreise zu erleichtern, bietet der Messeveranstalter einen kostenlosen Shuttle-Service zum CCP. Startpunkt ist der Parkplatz am Kohlebunker.

