Mehr als 2 Mio. Euro investiert die Ilsenburger Grobblech GmbH in eine neue Wasserstrahlschneidanlage an ihrem Standort in Ilsenburg. Es ist eine Investition, die sich insbesondere für das wachsende Zukunftssegment „Defence“ auszahlen soll.
Die Tochtergesellschaft der Salzgitter AG will mithilfe des Schneidverfahrens Wasserstrahlschneiden insbesondere den Ansprüchen ihrer Kunden im Bereich der Sicherheitsstähle gerecht werden. Die neue Wasserstrahlschneidanlage mit einer Fläche von 300 m² entsteht zusammen mit Wasseraufbereitung und Anbau im Zuschnittsbereich des Werkes Ilsenburg.
Empfindliche Stähle kalt schneiden
Die Anlage ist relevant für den Zuschnitt empfindlicher Stahlgüten, bei denen es beim Brennschneiden im Autogen- oder Plasmatrennverfahren zu thermischen Einflüssen an den Schneidkanten kommen kann. Bei einem Kalttrennverfahren wie der Wasserstrahlschneiden sorgt der Schneidstrahl aus den Komponenten Wasser, Granatsand und Luft bei hochfesten Güten in einem weiten Dickenspektrum für weniger Materialverlust und gewährleistet eine hohe Qualität, die Kunden im Bereich der Sicherheitsstähle Secure erwarten.
Mit einem etwa 18 m langen Schneidtisch sowie einer maximalen Schneidbreite von über 5 m ist die Anlage in Ilsenburg eine der größten Wasserstrahlschneidanlagen, die der Anlagenbauer H.G. Ridder Automatisierungs-GmbH aus Hamm bisher in Europa gefertigt hat. Im Gegensatz zum herkömmlichen Brennschneiden mit Erdgas erfolgt der Betrieb der Wasserstrahlschneidanlage mit Strom und kann somit durch den Einsatz von erneuerbaren Energien CO2-neutral erfolgen. Die Wasseraufbereitung sorgt mit neuartiger Pumpentechnik für zirkulären und damit nachhaltigen Wassereinsatz. Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende des zweiten Quartals 2026 geplant.
Bekenntnis zum Standort
Robert Kühn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ilsenburger Grobblech GmbH, kommentiert: „Mit der Investition in die neue Wasserstrahlschneidanlage stärken wir den Standort Ilsenburg langfristig und machen ihn insbesondere für die Marktanforderungen im wachsenden Segment Defence zukunftsfest.“ Mit diesem Schneidverfahren erweitere das Unternehmen seine Bearbeitungsmöglichkeiten und werde den Qualitätsansprüchen seiner Kunden gerecht. „Gleichzeitig gehen wir als Tochtergesellschaft der Salzgitter AG durch die Investition in die Wasserstrahlschneidanlage einen weiteren Schritt, um den CO2-Fußabdruck unserer Produkte zu verringern und unterstützen damit die grüne Transformation des Konzerns“, ergänzt er.

